
80 Jahre jung

Frau Doktor Schnieder-Wellenbrech ist eine wirklich tolle Person!
Sie wohnt schon seit über 30 Jahren in unserem Mietshaus und zeichnet sich durch ihre fröhlich-aufgeschlossene Art aus, mit der sie alle Mieter auf dem Laufenden hält. Ohne sie wüßten wir nicht, wer sich gestritten hat, wessen Fahrrad nicht vorschriftsmäßig im Keller abgestellt wurde und bei wem die meisten Pakete ankommen.
Sie ist quasi die gute Geist*in des Hauses.
Vor etwa 10 Jahren verstarb ihr Ehemann, den alle im Haus ebenso mochten wie sie. Lieder stellte sich nach dem Ableben des guten Mannes heraus, daß er im tiefsten Grunde seines Herzens ein Sadist und ein Zyniker gewesen war. Das berichtete sie wortreich jedem Mieter mit Tränen in den Augen. Nachdem sie sich einige Jahre später von dem Schock erholt hatte, fing sie an, sich endlich auf sich selbst zu besinnen und ihren neuen Lebensabschnitt zu genießen.
Denn dank ihres Mannes litt sie keine Not. Sie bekam eine echt hohe Witwenrente!
Ihr Engagement für gequälte Tiere war beispielgebend. Sie hatte nach Abbruch ihres ersten Studiums der Sozialkunde nach weiteren 10 Jahren eines Biologie-Studiums über das Liebesleben des kleinen südkoreanischen Maikäfers eine international beachtete Dissertation geschrieben und schließlich darüber promoviert.
Nach weiteren, vielen Jahren der Arbeitslosigkeit gab sie sie versetzungsgefährdeten Schülern privaten Nachhilfe-Unterricht in Sozialkunde und Religion.
Die schlimme Corona-Zeit überstand sie Dank vollständiger Spritzen gegen diese Geißel der Menschheit mit Bravour.
Wenn sie mal nicht mit hohem Fieber im Bett liegt, geht sie munter mit den „Omas gegen Rechts“ auf die Straße, agitiert, diskutiert und singt lauthals bei selbst verfasste Liedern mit einem strahlenden Sopran.
Aber sie geht auch gern mit ihren fast 80 Jahren einkaufen, wobei sie meist die kleine Bäckerei am Ende unserer Straße bevorzugt, denn sie will schließlich nicht am Niedergang des privaten Gewerbes mitschuldig sein!
Mit der Verkäuferin hat sie eine Vereinbarung getroffen, damit sie nicht so lange in der Schlange warten muß:
Sie bezahlt für einen Monat im Voraus ihre Bestellungen und bekommt die Tüte dann nur noch in die Hand gedrückt, wenn sie den Laden betritt.
Sie hat mich gestern sehr überraschend gebeten, Brötchen von Aldi für sie mitzubringen - die Bäckerei werde sie unter keinen Umständen mehr betreten und auch die im Voraus bestellten und bezahlten Schrippen nicht mehr nehmen. Sollen die doch daran ersticken!!
Denn bei der letzten Abholung habe sie doch tatsächlich den Abgeordneten dieser bösen blauen Partei mit seinen beiden Kindern aus dem Laden kommen sehen!
Die Verkäuferin, die nicht wußte, welchen Abschaum sie bediente, ließ sich allerdings nicht davon überzeugen, diesem Mann ein Hausverbot zu erteilen.
Ich erklärte Frau Doktor Schnieder-Wellenbrech, daß ich kürzlich einen der Klima-Kleber bei Aldi gesehen habe, der mit einer Aktion im letzten Jahr verhinderte, daß ich pünktlich zu meinem Vorstellungsgespräch komme. Deshalb habe ich den Job nicht bekommen und muß jetzt zusehen, wie ich das finanziell überstehe!
Deshalb werde ich Aldi nun nicht mehr betreten.
Schließlich soll Frau Doktor Schnieder-Wellenbrech merken, daß auch andere Menschen prinzipientreu sind!
Allerdings - ihre Brötchen-Tüte werde ICH jetzt beim Bäcker für mich abholen und den wirklich reizenden Kindern des Abgeordneten, die noch richtig grüßen können, kaufe ich einen Keks.

Happy Birthday nach oben, Oma! 77 - darauf nachher erstmal einen Schnaps!
Ich vermisse dich. Verdammte 19 Jahre ohne dich.
Ich wünsche mir so sehr, dass du mitbekommst was hier alles passiert. Nicht nur die schönen Dinge, auch die schlechten. Ich hoffe du passt auf Mama auf und hilfst ihr in der aktuellen Zeit. Ich wünschte ich hätte mehr Zeit mit dir gehabt, hätte dich besser kennen lernen können und hätte von dir lernen dürfen. Wie sehr ich mir wünsche noch einmal in deinen Armen gehalten zu werden. Deine kleine zu sein, auf die du stolz bist. Mit der du lachst.
Ach Oma, mir wird immer wieder bewusst, wie kurz unsere Zeit gemeinsam war.
Ganz viel Liebe nach oben! Lass dich feiern.

As a band with a long history of playing instrumental hip hop beside fountains, on top of hills, and above epic cliffs, we knew OMA would love Orchid.
They played with Orchid for a couple of hours. They wrote a song from scratch for an upcoming release.
Watch the magic happen on the Telepathic Instruments Youtube channel.

OMA, ‘Made in Pleyel’ Paris, 2017. Rem Koolhaas and his office is one of the founding fathers of the (postmodern) urban-architectural schematics. (LINK)

Mungkin Tuhan sedang mengizinkan rindu yang hebat ini untuk mampir,
Agar aku bisa berhenti sejenak, dan memikirkan tentang perasaanku sendiri,
Tanpa harus meminta maaf,
Tanpa harus menunggu untuk didengar;
Dan dari segala rindu yang berkecambuk,
Opa dan Oma datang lagi,
Malam-malam yang hangat,
Dingin kabut yang nyaman,
Tentang kamar Opa dan Oma yang selalu beraroma kayu,
Tentang lilin yang selalu dinyalakan kala listrik padam beserta semua cerita masa kecil Opa dan Oma yang penuh petualangan,
Tentang radio kesayangan Opa,
Tentang tapak meja karya tangan Oma,
Tentang air hangat yang selalu disiapkan untuk mandiku sebelum sekolah;
Tentang jalan pagi ke gereja,
Tentang Natal yang tak kehilangan maknanya;
Potongan lampau yang akan selalu aku genggam erat-erat;
Potongan lampau yang membuat diriku ada dan terdefinisikan;
Potongan lampau yang meneriakan keseluruhan eksistensiku;
Terima kasih Opa,
Terima kasih Oma.
Aku akan mencoba terus berjalan dengan bangga.
Während ich träum’
Barfuß von ner’ Sandstrandtour
Pendelst du schneller von make-me zu stay-away
Als Omas’ Wandstanduhr

OMA / Shohei Shigematsu and Rem Koolhaas in collaboration with Cooper Robertson
The New Museum expansion, New York (opening March 2026)
Image: OMA/Bloomimages


Two aces and one ass / based on Hansel and Gretel / multimedia: drawing, painting, collage, fimo-/cernitclay / 2022